„Mein Herz ist eine Insel“ ♥ Rezension

Rezension von „Mein Herz ist eine Insel“

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Taschenbuch, 384 Seiten

Autor: Anne Sanders

Verlag: blanvalet Verlag

Erscheinungsdatum: 27.03.2017

Preis: 14,99€

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Klappentext:

Isla Grant ging es schon mal besser. Ohne Wohnung und ohne Job bleibt ihr keine andere Wahl, als nach Hause zurückzukehren, nach Bailevar, eine winzige Insel an der rauen Westküste Schottlands. Und das, obwohl sie kaum Kontakt zu ihrer Familie hat. Als sie auch noch ausgerechnet ihre Jugendliebe Finn wiedertrifft, sind alle unliebsamen Erinnerungen zurück. Ihr einziger Lichtblick ist die alte Dame Shona, die wie keine andere Geschichten erzählt, besonders gern die Legende von der verschwundenen Insel. Doch schon bald erkennt Isla, welch tragisches Geheimnis Shona zu verbergen versucht. Und auch ihre eigene Vergangenheit holt Isla unaufhaltsam ein …

Quelle: amazon.de

Meine Rezension:

Bereits den ersten Roman der Autorin Anne Sanders („Sommer in St. Ives“) mochte ich sehr gerne. Auch das Cover und der Klappentext von ihrem neuen Roman haben mich sofort angesprochen und meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Ich fand „Mein Herz ist eine Insel“ noch besser als ihren ersten Roman, es ist eine ganz wunderbare Geschichte vor traumhafter Kulisse. Vielen Dank an den blanvalet Verlag, der mir den Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Isla hat ihre Heimat, die kleine schottische Insel Bailevar, in den letzten Jahren so gut es ging gemieden. Doch als die Beziehung mit ihrem Freund Eric zerbricht, sie noch dazu ihren Job und ihre Wohnung verliert, findet sie sich auf einmal auf der Fähre nach Bailevar wieder. Doch kaum ist sie auf der Insel zurück, wird sie mit all dem konfrontiert, wovor sie vor Jahren geflüchtet war. Die Erinnerungen an ihre Vergangenheit holen sie ein, die Beziehung zu ihrem Vater ist durch ihre lange Abwesenheit schwieriger den je und noch dazu trifft sie Finn auf der Insel wieder. Mit ihm verbinden sie viele gemeinsame Momente, sie sind zusammen aufgewachsen und Isla muss schnell feststellen, dass er ihr noch immer alles andere als egal ist. Zu den meisten Bewohnern der Insel hat Isla kaum noch Kontakt, doch mit der alten Dame Shona versteht sie sich sofort wie früher. Shona, die die Inselbewohner gerne mit ihrer Geschichte von der Legende einer verschwundenen Insel unterhält, gibt ihr Halt auf der Insel, während die Vergangenheit Isla mehr und mehr einholt. Doch auch die taffe und fröhliche Shona muss sich der Vergangenheit stellen und ein trauriges Geheimnis kommt ans Licht…

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Frau Isla, die an den Ort zurückkehrt, von dem sie vor einiger Zeit nicht schnell genug wegkommen konnte. Die Geschichte wird mal von Isla, mal von Finn erzählt und ab und zu gibt es Sprünge in die Vergangenheit. Ich fand es sehr spannend im Laufe der Geschichte mehr über Islas Beweggründe zu erfahren. Anfangs kommt die Protagonistin nicht sonderlich sympathisch rüber, sie ist sehr verbittert und abweisend. Doch je mehr Hintergründe man erfährt, desto besser konnte ich ihre Handlungen nachvollziehen. Gerade diese Entwicklung fand ich wirklich interessant, wie Isla sich langsam begann durch die Insel und ihre Bewohner zu verändern und wie diese Ablehnung gegen ihre Heimat langsam zu bröckeln begann. Ganz besonders ans Herz gewachsen ist mir allerdings die herzliche und lebensfrohe Shona, die in der Geschichte ebenfalls einen wichtigen Platz einnimmt.

Die Dialoge zwischen Isla und ihrer Jugendliebe Finn mochte ich sehr gerne, man konnte die Chemie zwischen den beiden spüren und ich habe bis zum Schluss gehofft, dass die beiden trotz aller Widrigkeiten wieder zusammenfinden. Doch neben dieser Liebesgeschichte spielt auch die Familie in dem Roman eine große Rolle, die Vergangenheit hat Islas Familie sehr gezeichnet und auseinander gebracht. Wie man merkt, ist diese Geschichte nicht gerade eine leichte Sommerlektüre, wie das Cover vielleicht versprechen mag. Es werden einige ernste Themen angesprochen und oftmals wirkt die Geschichte recht düster und die kleine Insel alles andere als paradiesisch. Doch gerade das hat für mich den besondern Charme dieses Romans ausgemacht.

Den Schreibstil der Autorin fand ich ebenfalls sehr ansprechend, die Geschichte lies sich leicht lesen und die Kapitel waren in angenehme Längen aufgeteilt. Die Natur und Umgebungen waren sehr lebendig beschrieben, sodass man sich oft vorkam, als wäre man selber mit auf der Insel unterwegs.

Mein Fazit:

Ich mochte die Geschichte auf Bailevar wirklich gerne, sie konnte mich absolut in ihren Bann ziehen. Zwar war die Geschichte anders als anfangs erwartet, ich hatte mit der Leichtigkeit eines klassischen Sommerromans gerechnet. Jedoch war es gerade diese andere, tiefgründigere Stimmung, die mich begeistert hat. Der Roman bietet viel Abwechslung, von Spannung über Liebe und Romantik bis hin zu Familiengeschichten. Und letztendlich kam durch die wundervolle Beschreibung von Bailevar auch das Urlaubsfeeling nicht zu kurz. Ich kann den Roman definitiv weiterempfehlen, weswegen er 5 von 5 Sterne von mir bekommt! 🙂

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